Einkommensgrenze für Minijobs erhöhen

14.10.2020 15:00 | BOSS-Ticker Aktuell

Minijobs sind für den Einzelhandel von großer Bedeutung, um etwa die für die Branche typischen Stoßzeiten und Auftragsspitzen abzufedern. Sie sind aber auch bei Arbeitnehmern sehr beliebt und werden zumeist gezielt angefragt. Regelmäßige Entgelterhöhungen haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass sogenannte 450-Euro-Minijobber immer weniger Stunden arbeiten können. Damit reduziert sich die Attraktivität von Minijobs nicht nur für die Arbeitgeber, sondern genauso für Arbeitnehmer. Um diese Entwicklung aufzuhalten, fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) eine Überarbeitung der Regelung: "Die von der CDU/CSU geforderte Anhebung der Einkommensgrenze für Minijobs auf 600 Euro pro Monat ist genau der richtige Weg", so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Genauso wichtig sei aber, dass die starre Einkommensgrenze für die Minijobs künftig flexibilisiert werde und nach einem vorab festgelegten Zeitraum von drei Jahren automatisch eine weitere Anpassung erfolge. Im Einzelhandel sind insgesamt mehr als drei Millionen Personen beschäftigt, darunter knapp 800.000 Minijobber.