Einzelhandel kann im Juni nur partiell zulegen

31.07.2020 10:00 | BOSS-Ticker Aktuell

Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben im Juni 2020 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes kalender- und saisonbereinigt 1,6 % weniger umgesetzt als im Mai 2020 - dieser Wert gilt sowohl preisbereinigt wie auch nominal, da die Preissteigerungsrate bei 0 lag. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg der Umsatz real sogar um 5,9 %. Allerdings hatte der Juni 2019 einen Verkaufstag weniger. Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland, war der Umsatz im Juni 2020 kalender- und saisonbereinigt real um 1,4 % höher. Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stiegen die Umsätze im Juni 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 8,4 %. Das größte Umsatzplus zum Vorjahresmonat mit 30,7 % erzielte der Internet- und Versandhandel. "Veränderungsraten dieser Größenordnung", so der Kommentar des Statistischen Bundesamtes, "sind selbst in dieser sehr dynamischen Branche ungewöhnlich und somit zu einem erheblichen Teil auf einen Sondereinfluss der Corona-Pandemie zurückzuführen." Deutlich im Plus war auch der Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf mit einem realen Plus von 14,6 %. Noch nicht wieder auf dem Vorjahresniveau ist dagegen der Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser) mit einem preisbereinigten Minus von 11,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat.